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Familienplanung

Die Entscheidung ist gefallen: Ihr habt beschlossen, dass ihr Eltern werden möchtet. Herzlichen Glückwünsch! Auch wenn einer von euch an Morbus Crohn erkrankt ist, lässt sich euer Traum von der eigenen kleinen Familie verwirklichen.

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Ja zum Baby!

Wenn du Morbus Crohn hast und dir Kinder wünschst, findest du hier einige Tipps, um deinen Traum zu verwirklichen.

Schwanger werden mit Morbus Crohn

Morbus Crohn ist nicht direkt vererbbar. Allerdings haben Kinder von Betroffenen ein erhöhtes Risiko: Wenn ein Elternteil erkrankt ist, liegt dieses bei bis zu 10 Prozent, bei beiden Elternteilen steigt es auf bis zu 36 Prozent.
Prinzipiell gibt es keine medizinischen Gründe, die dagegen sprechen, dass du Mutter oder Vater wirst. Natürlich können die Krankheitssymptome, wie beispielsweise Durchfall oder Krämpfe, die sexuelle Aktivität hemmen. Auch kann bei Frauen die Fruchtbarkeit während einer Schubphase herabgesetzt sein. Männer können gelegentlich an Fisteln oder Abszessen leiden, die die Erektion und den Samenerguss beeinträchtigen können.

Die Wahrscheinlichkeit, ein Kind zu zeugen, ist in der entzündungsfreien Phase am höchsten. Wenn ihr den Entschluss gefasst habt, solltest du dich eng mit deinem Facharzt abstimmen: Einige Medikamente müssen frühzeitig abgesetzt werden, andere dürfen weiter eingenommen werden. Zugleich soll deine medizinische Versorgung weiterhin optimal sein.
Die Chancen für eine Schwangerschaft stehen am besten, wenn du entspannt bist und ein erfülltes Sexleben hast – ob du nun an einer CED leidest oder nicht. Sprich offen und ehrlich mit deinem Partner! Je sicherer und wohler du dich in deiner Haut fühlst, umso entspannter kannst du dich mit dem Thema Schwangerschaft auseinandersetzen.

Eltern werden mit Morbus Crohn

Der Krankheitsverlauf von Morbus Crohn während der Schwangerschaft ist primär von der Aktivität der Erkrankung zum Zeitpunkt der Befruchtung abhängig: Hast du zum Zeitpunkt der Befruchtung keinen Schub, liegt das Risiko für einen erneuten Schub (Rezidiv) im Laufe der Schwangerschaft bei ca. 25 Prozent – genauso hoch wie bei nicht schwangeren Morbus Crohn-Patientinnen. Ist die Krankheitsaktivität zum Beginn der Schwangerschaft jedoch hoch, bleibt sie bei mehr als 50 Prozent der Patienteninnen hoch oder verschlechtert sich möglicherweise. Erneute Schübe treten meistens in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten auf. Teilweise werden diese frühen Rezidive durch das Absetzen der Medikamente ausgelöst. Daher solltest du versuchen, deine Schwangerschaft zu planen:  So kannst du die Chance erhöhen, dass Zeitpunkt der Befruchtung in einer Phase mit möglichst geringer Krankheitsaktivität liegt.

Auch in der Stillzeit solltest du auf medikamentöse Behandlung weitgehend verzichten, da die Medikamente über die Muttermilch auf das Kind übergehen können. Ist eine Behandlung notwendig, etwa wenn du einen Schub hast, solltest du möglicherweise abstillen. Hier gilt wieder: Sprich mit deinem Arzt! Er kann dich beraten und dir aufzeigen, welche Möglichkeit für dich und dein Baby die beste ist.