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Fakten zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Die Diagnose „chronisch-entzündliche Darmerkrankung“ (CED) verändert dein Leben. Doch du kannst gut mit ihr leben, wenn du weißt, was sich dahinter verbirgt. Hier erhältst du Informationen zu deinem Krankheitsbild, der Entstehung, der Ursache und der Häufigkeit von CED.

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Wie sich CED auswirken

Schön, dass du dich über CED informieren möchtest! Falls du Beschwerden hast, die auf Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa hindeuten, wende dich an deinen Arzt. Er kann eine Diagnose stellen und dich beraten.

CED: Was passiert in deinem Körper?

Laut aktuellen Schätzungen sind in Deutschland rund 320.000 Menschen an CED erkrankt – das entspricht etwa der Einwohnerzahl von Städten wie Bonn, Bielefeld oder Münster. Rund die Hälfte davon leidet an Morbus Crohn, die andere Hälfte an Colitis ulcerosa. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen und grundsätzlich können Menschen jeden Alters erkranken. Häufig sind Betroffene jedoch zwischen 15 und 35 Jahre alt, wenn die CED zum ersten Mal auftritt. So ist beispielsweise jeder fünfte an Morbus Crohn leidende Patient zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 20.

Die genauen Ursachen für die Entstehung von CED sind nicht bekannt, es wird allerdings vermutet, dass die Entwicklung begünstigt wird, wenn mehrere Risikofaktoren zusammenkommen. Dazu zählen erbliche Veranlagung, Infekte, Lebensstil, Ernährung, Rauchen, Beeinträchtigungen der Schleimhautbarriere des Darms sowie Fehlregulationen des Immunsystems.

Ist die natürliche Schutzfunktion der Darmschleimhaut gestört, können Bakterien leichter in den Körper eindringen. Dein Immunsystem erkennt jedoch den dadurch entstehenden Infekt und leitet eine Abwehrreaktion (eine Entzündung) ein. Ist der Infekt beseitigt, klingt die Entzündung wieder ab und du bist wieder fit.
Bei Morbus Crohn scheint dieser Prozess aus dem Gleichgewicht geraten zu sein: Das Immunsystem befindet sich ständig in „Abwehrhaltung“ und der Entzündungsprozess klingt nicht mehr ab. Auf Dauer kann das die Darmwand und -schleimhaut schädigen, was zu einer starken Beeinträchtigung der normalen Darmfunktion führt.

Bei Colitis ulcerosa beschränkt sich die Entzündung auf die Dickdarmschleimhaut. Bei Morbus Crohn hingegen kann die Entzündung in alle Schichten des Darmwandgewebes vordringen. Die betroffenen Bereiche sind von sogenannten Entzündungszellen übersät. Dies hat sowohl Auswirkungen auf die Elastizität als auch auf die "Dicke" der betroffenen Darmwandbereiche (entzündete Bereiche sind verdickt).
Morbus Crohn begleitet dich dein Leben lang mit mal stärker, mal weniger stark ausgeprägten Entzündungsphasen. In der Anfangsphase verläuft die Erkrankung oft eher symptomarm, später tritt sie meist schubartig auf: Akute Krankheitsphasen wechseln sich mit längeren beschwerdefreien Zeiten ab. Doch du kannst lernen, mit diesen Schüben umzugehen, sodass du trotz der Erkrankung ein erfülltes Leben führen kannst.