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Behandlung

Wenn Ihr Arzt die Diagnose „Morbus Crohn“ gestellt hat, stehen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten zur Auswahl. Deshalb wird Ihr Arzt zunächst in einem vertrauensvollen Gespräch mit Ihnen erörtern, welche Hoffnungen und Bedürfnisse Sie haben und welche Erwartungen Sie an eine Therapie stellen. Anschließend wird er gemeinsam mit Ihnen entscheiden, welche Behandlungsoptionen zum aktuellen Zeitpunkt für Sie persönlich die geeigneten sind und welche die besten Aussichten auf ein optimales Therapieergebnis bieten.

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Wie Ihr Arzt gegen Morbus Crohn vorgeht

Für die Behandlung des Morbus Crohn stehen Medikamente, Operationen und weitere therapeutische Maßnahmen zur Verfügung.

Behandlungsziele

Behandlungsziele

Folgende Behandlungsziele stehen häufig im Vordergrund einer Morbus-Crohn-Therapie.

Schnelle Symptomkontrolle
Rasche Besserung akuter Krankheitssymptome wie Durchfälle, Bauchschmerzen oder Blutungen durch Eindämmung des akuten Entzündungsgeschehens.

Anhaltende Symptomfreiheit
Langfristige Eindämmung der Entzündung, um beschwerdefreie Phasen zu erreichen und diese so lange wie möglich zu erhalten.

Vermeidung der Ausbreitung und Verhinderung weiterer Krankheitsschübe
Ausbreitung lokal begrenzter Entzündungen auf andere Stellen des Verdauungstraktes vermeiden; akute Krankheitsschübe so lange wie möglich aufschieben oder verhindern.

Abheilen der Darmschleimhaut
Bedingungen schaffen, unter denen die geschädigte Darmschleimhaut abheilen kann, um langfristigen Organschädigungen oder Funktionsverlusten vorzubeugen und so eine möglichst lange beschwerdefreie Phase zu gewährleisten.

Verhinderung von Komplikationen und Spätfolgen
Krankheitsbedingte Komplikationen verhindern, die operative Eingriffe erforderlich machen oder Spätfolgen mit sich bringen.

Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit
Erhalt bzw. Verbesserung der Lebensqualität im Alltag, um privat wie beruflich das Leben wie gewohnt weiterhin selbstbestimmt, aktiv und ohne größere Einschränkungen führen zu können.

Bei Kindern und Jugendlichen: Sicherstellung der normalen Entwicklung
Vermeidung/Ausgleich von krankheitsbedingten Mangelzuständen, um die normale Körper- und Pubertätsentwicklung sicherzustellen.

Medikamente

Medikamente

Je nach Schweregrad und Lokation der Entzündung können verschiedene Medikamente zum Einsatz kommen.

Deren Auswahl ist davon abhängig, ob sie sich gegen einen akuten Krankheitsschub richten oder als Erhaltungstherapie, also der Verhinderung des Fortschreitens einer Krankheit bzw. des Wiederauftretens eines Schubes, eingesetzt werden.

Zur Verfügung stehen Wirkstoffe aus der Gruppe der Aminosalicylate, Kortisonpräparate, Immunsuppressiva sowie biotechnologisch hergestellte Medikamente (Biologika). Ihnen gemeinsam ist die Eigenschaft, das Entzündungsgeschehen auf unterschiedlichste Art und Weise zu hemmen. Die typischen Krankheitssymptome können sich dadurch rasch lindern  lassen und meist gut unter Kontrolle halten. Bei Verdacht auf bakterielle Infektionen oder bei Schmerzen können zusätzlich auch Antibiotika oder Schmerzmittel verschrieben werden.

Operationen

Operationen

Ein stark ausgeprägter Morbus Crohn kann die Darmfunktion soweit verändern oder beeinträchtigen, dass Medikamente nicht mehr helfen und ein operativer Eingriff notwendig wird.

Auch bei medikamentös nicht mehr kontrollierbaren Entzündungen ist eine Operation oft die einzige Alternative, die Krankheit in den Griff zu bekommen. Vielfach stehen dafür  schonende Operationsverfahren zur Verfügung, wie z. B. die Schlüsselloch-Chirurgie, die wenig belastend sind und bei denen sich die Patienten rasch wieder erholen.

Weitere Maßnahmen

Weitere Maßnahmen

Morbus Crohn kann durch viele Faktoren beeinflusst werden. Daher kommen neben medikamentösen oder operativen Therapieoptionen noch weitere Behandlungsmöglichkeiten in Frage.

Auch wenn psychische Faktoren nicht ursächlich für die Entstehung eines Morbus Crohn sind, können sie einen Einfluss auf den subjektiv empfundenen Verlauf der Erkrankung haben.

Ärztliche Leitlinien raten zu einem Verzicht auf den Tabakkonsum, da dies einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben kann. Eine spezielle Diät bei Morbus Crohn gibt es nicht! Die richtige Ernährung kann die Beschwerden allerdings positiv beeinflussen. Deshalb ist es sinnvoll, die Ernährung der jeweiligen Krankheitssituation anzupassen. Zudem müssen Sie ggf. auch Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen, um einen eventuellen Mangel ausgleichen zu können.