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Symptome und Verlauf

Die Beschwerden, an denen Morbus Crohn-Patienten leiden, sind sehr unterschiedlich. Am Anfang der Erkrankung sind es vielleicht nur unspezifische Symptome im Magen-Darm-Bereich, die unbedenklich zu sein scheinen. Treten sie jedoch häufiger und mit zunehmender Intensität auf, kann es sich bei ihnen auch um ernstzunehmende Signale des Morbus Crohn handeln. Leistungsabfall, Müdigkeit, Appetit- und Gewichtsverlust sind zusätzliche allgemeine Krankheitszeichen.

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Wie sich Morbus Crohn auswirkt

Sollten Sie sich unsicher sein, ob Ihre Beschwerden auf Morbus Crohn hindeuten, sprechen Sie Ihren Arzt darauf an.

Darmbeschwerden

Darmbeschwerden

Es ist naheliegend, dass die am häufigsten auftretenden Symptome in Zusammenhang mit dem Darm stehen.

  • Stuhlgangunregelmäßigkeiten bis hin zu heftigen Durchfällen: schwer, langanhaltend, zum Teil mehrmals täglich; Verlust von Flüssigkeit, wichtigen Nährstoffen, Blut
  • Bauchschmerzen: meist krampfartig, vielfach nach dem Essen, teilweise mit Blähungen einhergehend; treten häufig im Bereich entzündeter oder krankhaft veränderter Darmabschnitte auf
  • Fieber: als Reaktion auf die Entzündung
  • Körperliche Schwäche: z. B. Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Gewichtsverlust: z. B. durch unzureichende Nahrungsaufnahme oder Darmfunktionsstörungen
  • Bei Kindern/Jugendlichen: z. B. Wachstums-/Entwicklungs-/hormonell bedingte Pubertätsstörungen
  • Blutarmut: z. B. Eisenmangelanämie
  • Übelkeit
Andere Beschwerden

Andere Beschwerden

Auch außerhalb des Darms kann die Morbus Crohn Symptome und Beschwerden an anderen Organsystemen verursachen.

  • Augen: z. B. Rötungen, akute Entzündungen
  • Haut: z. B. Reizungen, Entzündungen, schmerzhafte Veränderungen
  • Gelenke/Wirbelsäule: z. B. Gelenkentzündungen an Armen, Beinen oder Fingern, Zehen; entzündungsbedingte Rückenschmerzen im Beckenbereich
  • Knochen: z. B. Abnahme der Knochendichte
  • Leber/Galle: z. B. Entzündungen der Gallengänge, Entzündung der Leber, auffällig durch Schmerzen im Oberbauch, Erbrechen und große Müdigkeit

Diese Symptome sind oft typisch zu Beginn der Krankheit, können aber auch bei jedem neuen Schub begleitend auftreten. Lässt sich der Morbus Crohn als Grunderkrankung gut behandeln und kontrollieren, so wirkt sich dies auch günstig auf die Symptome an anderen Organsystemen aus: Sie treten möglicherweise gar nicht oder nur in abgeschwächter Form auf.

Verlauf

Verlauf

Charakteristisch für Morbus Crohn ist, dass die Erkrankung in Schüben verläuft. So gibt es neben längeren  Phasen auch immer wieder Krankheitsperioden, in denen das Entzündungsgeschehen aktiv aufflammt. 

Zeitpunkt und Dauer solcher Phasen sind nicht vorhersehbar. Auch ist kaum eine Prognose möglich, ob sich eine Entzündung weiter ausdehnt, ihre Intensität zunimmt oder zusätzlich an weiteren Stellen des Verdauungstraktes auftreten wird. Das heißt: Morbus Crohn ist keine Erkrankung mit kontinuierlich anhaltenden Beschwerden, sondern kann bei jedem Patienten bezüglich Dauer und Intensität der Symptome sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. So gibt es Patienten mit einem leichten Krankheitsverlauf, die lange symptomfrei sind und nur in der aktiven Krankheitsphase medikamentöse Unterstützung benötigen. Aber auch bei einem schweren Verlauf von Morbus Crohn ist es heute möglich, die Krankheit zufriedenstellend zu kontrollieren und die gewohnte Lebensqualität von Betroffenen weitgehend zu erhalten.

Auch wenn es durch die Behandlung inzwischen möglich ist, dass akute Krankheitsgeschehen in den Griff zu bekommen, können im Verlauf der Erkrankung unterschiedliche Komplikationen auftreten. So können längere und  ausgeprägte Entzündungsphasen mit der Zeit krankhafte Veränderungen im Verdauungstrakt verursachen, wie z. B. die Bildung von Fisteln, Abszessen oder von verengten  Darmabschnitten; dauerhaft entzündlichen Darmabschnitten. In diesen Fällen kann gegebenenfalls eine Operation notwendig werden, um die Symptome zu beseitigen und eine normale Darmfunktion wieder sicherzustellen.